Liebe Mitglieder und Freunde des Weckrufs 2015,

schon in seinem Mitgliederrundschreiben vom 11.5. hat Bernd Lucke in deutlichen Worten auf die Gefahren hingewiesen, die der AfD drohten und jetzt im Anschluss an den Bundesparteitag in Essen noch deutlicher drohen. Als Konsequenz wurde die Initiative Weckruf 2015 gegründet. Wofür steht der Weckruf 2015?

WOFÜR WIR STEHEN?

Als Konservative fühlen wir uns verantwortlich für unser Land und für seine Menschen. Wir protestieren entschieden gegen politische Fehlentwicklungen und Missstände. Aber wir legen Wert darauf, nicht nur „nein“ zu sagen, sondern vor allen Dingen kompetent aufzuzeigen, wie es anders und vor allen Dingen besser gemacht werden kann. Zum Wohle unseres Landes wollen wir Politik positiv gestalten. Nur so können wir die echte Alternative für Deutschland sein.

Als Liberale verteidigen wir die Freiheit des Einzelnen gegen staatliche Bevormundung. Wir stehen für die uneingeschränkte Herrschaft des Rechts. Wir stehen für den freien Wettbewerb im Rahmen klare Regeln. Die Digitalisierung darf uns nicht zu gläsernen Menschen werden lassen. Wir bekennen uns ausdrücklich zum Schutz der Privatsphäre.

Zusammen stehen wir für die soziale Verantwortung der Starken gegenüber den Schwachen in unserer Gesellschaft.

Die entscheidende Abgrenzung gegenüber extremem Gedankengut ist die Parteiräson der AfD und für Konservative wie auch Liberale selbstverständlich. Jede Aufweichung und jegliche Signale in diese Richtung lehnen wir entschieden ab. Zu diesen ausgesendeten Signalen gehören Äußerungen wie „Nicht jedes NPD-Mitglied ist ein Extremist“ (Björn Höcke). Diese Signale sagen allen gegenteiligen Beteuerungen zum Trotz: “Wir weichen den Rand auf und öffnen uns nach rechts. Kommt zu uns.“ Das ist nicht die AfD, wie wir sie gegründet haben und wie wir sie erhalten wollen. Diesen Irrweg bekämpfen wir entschieden.

Wir stehen für den offenen politischen Diskurs und für den demokratischen Dialog. Wir stehen für Weltoffenheit und Toleranz. Wir sind deutsche Patrioten. Wir lieben Deutschland und respektieren und schätzen jedes andere Land dieser Welt. Nationalismus, der uns über andere Länder erhebt, ist uns genauso fremd wie Rassismus, der uns über andere Menschen erhebt.

Kein Mensch ist wertvoller als ein anderer, kein Mensch wegen seines Geschlechts, seiner Herkunft, seiner Hautfarbe oder seiner Religionszugehörigkeit weniger wert als jeder einzelne von uns. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das gebieten nicht zuletzt Christentum wie Humanismus und damit Erbe und Geistesgeschichte des Christlichen Abendlandes.

Wir nehmen die Sorgen der Menschen sehr ernst. Dies gilt ganz besonders für das Thema Zuwanderung, Asyl und die Angst vor Überfremdung. Es wäre ein fataler und zutiefst unmoralischer Weg, mit diesen Ängsten zu spielen, sie zu bestärken oder aus wahlkampftaktischen Gründen emotional zu bedienen. Unsere Antwort lautet: Wir nehmen die Sorgen und Ängste ernst und schlagen gleichermaßen konstruktive Lösungen vor.